30 Jahre DSJ – 2011

2011 – Abstimmen wird endlich easy!

Das Jahr 2011 war in zweierlei Hinsicht besonders prägend für unseren Verband: Es war ein Wahljahr, und gleichzeitig konnten wir die «easy-Abstimmungsbüechli» fest in unserem Verband verankern.

Nachdem 2010 die Entscheidung gefallen war, das «Easy-Abstimmungsbüechli» zu institutionalisieren, beteiligten sich bereits im ersten Jahr 90 Gemeinden und 15 Schulen an diesem Projekt. Das grosse Interesse führte dazu, dass schon im ersten Jahr «Büechli» für kantonale Abstimmungen in Luzern, Solothurn und Zürich produziert werden konnten – ein bedeutender Meilenstein, der nur dank des Einsatzes von rund 50 engagierten Freiwilligen erreicht wurde. Doch damit nicht genug: In Zusammenarbeit mit dem WWF organisierten wir im Rahmen der Parlamentswahlen 2011 insgesamt 20 Vote-Events in der ganzen Schweiz, um junge Menschen für den Urnengang zu mobilisieren. Zudem entwickelten wir eine Wahlanleitung, die junge Wähler:innen gezielt unterstützte, und führten den «Wahlwecker» ein – eine Erinnerungshilfe, die sicherstellte, dass niemand den Wahltag verpasste. Auch die digitale Welt machten wir uns im Rahmen der Wahlen zu Nutze: Wir forderten junge Menschen auf, ein «Wahlversprechen» abzugeben. Über Facebook – damals die zentrale Plattform für digitale Vernetzung – versprachen die jungen Menschen öffentlich, wählen zu gehen, und konnten dieses Versprechen mit Freund:innen teilen. Dadurch sollten weitere junge Menschen zur Stimmabgabe motiviert und eine Kettenreaktion ausgelöst werden.

Doch 2011 war für uns nicht nur wegen easyvote ein ereignisreiches Jahr, sondern auch, weil wir ein neues Format ausprobierten. Mit «Jugend debattiert» führten wir gemeinsam mit Infoklick.ch und der Stiftung Dialog ein neues Format ein, das die Debattierfähigkeit und rhetorischen Kompetenzen junger Menschen stärkte. Dieses ausserschulische Projekt fand grossen Anklang und gipfelte in einem nationalen Finale in Bern, an dem rund 70 engagierte Jugendliche teilnahmen.

Die «easyvote-Abstimmungsbüechli» bedeuteten einen Durchbruch für unseren Verband. Sie festigten unsere Rolle als wichtige Organisation in der politischen Bildungs- und Partizipationslandschaft der Schweiz.