30 Jahre DSJ – 2014
2014 – «Mach die Schweizer Politik jugendlicher!»
2014 war ein Jahr voller Dynamik– selten zuvor haben wir so viele neue Impulse gesetzt.
2014 strukturierten wir unsere Organisation neu und gliederten unsere Arbeit in die drei eigenständigen Bereiche Finanzen & Administration, Jugendparlamente und easyvote. Diese Neuausrichtung ermöglichte es uns, unsere Projekte gezielter zu steuern und weiterzuentwickeln.
Auch räumlich gab es eine Veränderung: Mit dem Umzug an die Seilerstrasse 9 in Bern bezogen wir ein neues Büro, das bis heute unser Zuhause ist.
Doch nicht nur unsere Räume wuchsen – auch unsere Möglichkeiten nahmen deutlich zu. So konnten wir im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von beeindruckenden 66 % verzeichnen. Diese Entwicklung eröffnete uns neue Handlungsspielräume und ermöglichte den Start zahlreicher Projekte. Dazu gehörte unter anderem die Studie «Scoop-it 2.0», die den Zusammenhang zwischen Mediennutzung und politischer Partizipation bei jungen Menschen untersuchte oder ein umfassendes Beratungs- und Ausbildungsangebot für Jugendparlamente. Auch die erste easyvote-Tagung wurde realisiert und mit dem Wahlprojekt 2015 bereiteten wir uns bereits auf das kommende Wahljahr vor.
Dank easyvote erreichten wir 2014 stolze 10,4 % aller stimmberechtigten 18- bis 25-Jährigen. Unsere Arbeit fand zudem breite Resonanz in der Öffentlichkeit – mehr als 300 Medienberichte griffen unsere Themen auf und unterstrichen die wachsende Bedeutung unserer Projekte.
Ein besonderes Highlight des Jahres waren die Delegiertenversammlung und die Jugendparlamentskonferenz, bei denen wir mit (Alt-)Bundesrätin Simonetta Sommaruga und (Alt-)Bundesrat und damaligem Bundespräsidenten Didier Burkhalter zwei der prominentesten Persönlichkeiten der Schweizer Politik begrüssen durften.
Für Aufmerksamkeit sorgte auch unsere Kampagne «Mach die Schweizer Politik jugendlicher!» – eine lustige und etwas provokante Aktion, bei der wir die amtierenden Bundesrät:innen in verjüngter Form auf Plakaten präsentierten, um auf Jugendparlamente aufmerksam zu machen. Die Kampagne wurde von einer Ausstellung begleitet und regte auf originelle Weise zur Auseinandersetzung mit der politischen Partizipation junger Menschen an. Zugegeben – die Aktion war auch ein bisschen riskant, denn wir haben im Vornherein nicht um Erlaubnis gefragt. Umso erleichterter (und auch ein bisschen stolz) waren wir über das Feedback von Eveline Widmer-Schlumpf: «Die Botschaft, die Bundesräte und Bundesrätinnen in neue Outfits zu stecken und zu typischen Jugendlichen zu stylen, ist angekommen. Was mich anbelangt, so kann ich mich mit meinem ‘neuen Outfit’ vollkommen identifizieren.»
Mit den neuen Möglichkeiten, die sich uns ab 2014 boten, wuchs auch die Verantwortung, professioneller zu arbeiten. Deshalb etablierten wir die Geschäftsprüfungskommission (GPK), um unsere internen Abläufe transparenter und effizienter zu gestalten. Erstmals wurde zudem unser Jahresbericht nach den Richtlinien von Swiss GAAP FER 21 erstellt – ein wichtiger Schritt in Richtung Wirkungstransparenz und Nachhaltigkeit.
2014 war das Jahr, in dem wir nicht nur neue Räume bezogen und neue Projekte lancierten – sondern auch mutig daran arbeiteten, der Schweizer Politik ein jugendliches Upgrade zu verpassen.